Nicht für alles Geld dieser Welt würden wir diese Reisen ein zweites Mal machen ...
Aber auch nicht für alles Geld dieser Welt würden wir darauf verzichten.
An den Betrachter: Die nachfolgenden Bilder sind nur eine geringe Auswahl der Bilder, die in den Jahren unserer Reisen entstanden sind. Bitte denkt immer auch im eigenen Interesse daran, dass es Menschen gibt, die nicht fotografiert werden wollen. Viele unserer Fotos sind auf Vertrauensverhältnisse aufgebaut, die nur entstehen, wenn man länger mit den Menschen unterwegs ist, ihre Kultur und ihren Glauben respektiert und achtet.
2001-2009
Durch mehrere Reisen nach Bolivien, ist dieser ursprünglichste Andenstaat zu unserer zweiten Heimat geworden. Obwohl die Menschen dort sehr misstrauisch gegenüber Weißen sind, zählen heute viele der Aymara-Indios zu unseren besten Freunden. In den letzten Jahren gelang uns die Besteigung mehrerer 5000er und 6000er in Bolivien darunter auch Nevada Sayama.




2002 Ecuador.
Beim Versuch den Cotopaxi zu besteigen haben wir alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Ohne Plan stiegen wir nachts gegen ein Uhr in den Eisbruch ein. Doch die Wegfindung gestaltete sich schwerer als angenommen. Gegen zehn Uhr morgens erreichten wir die Schwarze Wand, wo wir feststellten, dass wir das Seil in der Hütte vergessen hatten.
In Amazonien verbrachten wir einige Zeit bei den Cofan Indios. Der Lebensraum dieser Menschen wird gnadenlos durch die Förderung von Öl durch die Firma Texaco zerstört. In Zeiten von Gier und Wirtschaftwachstum achtet niemand auf die Interessen von ethnologischen Minderheiten.



2007 durch die Atacama und Chile zum Villerica. Der Villarica stellt an den Bergsteiger keine großen Anforderung dar. Lediglich 3999m hoch bietet er vor allem die Möglichkeit in die Hexenküche der Erde zu sehen.


2007 Venezuela
Die Raudales de Atures hinderten einst Humboldt am Weiterkommen. Heute gibt es weiter den Orinoko aufwärts den Hafen Samariapo. Von hier aus befuhren wir den Orinoko stromaufwärts. Der Estado Amazonas ist eine unglaubliche Mischung aus Wildheit und landschaftlicher Schönheit. Noch nirgendwo auf der Welt haben wir so intakten Regenwald gesehen, wie in Venezuela. Unser Weg führte uns zu den Piaroa und Panare.



2008 Malaysia.
Bei den Kopfjägern in Borneo. Die Iban sind die wohl letzten Kopfjäger Indonesiens. Obwohl diese Tradition längst abgeschafft ist, pflegt ein Großteil der Ureinwohner noch starke rituelle Verbindung zu den Ahnen und zur Natur. Heute haben sich die letzten Iban an die Ufer des Skrang-River zurückgezogen. (Fotos) Neue Langhäuser entstanden unter dem Namen „Hilton Langhaus Resort“. Hier werden die Iban für Touristen zur Schau gestellt. In diesem „Menschenzoos“ stirbt ihre Tradition genauso wie die Orang Untans, deren Lebensraum durch den Anbau von Ölpalmen zunehmend zerstört wird.




2009 Peru.
Im Laufe der letzten Jahre kamen wir immer wieder nach Amazonien. Allein die Lebensfreude der Menschen und die vielen Freunde ließen uns immer wieder dorthin zurückkehren. Sollte es uns eines Tages gelingen, den Amazonas zu befahren, so wollten wir in diesem Jahr zuerst die Quelle aufsuchen. Auf ca.5500 Metern entspringt am Nevado Mismi der Apurimac, der erst nach 2000 km seinen wahren Namen bekommt, Amazonas. Er ist Auftakt zu einer neuen Form unseres Reisens. In den nächsten beiden Jahren wollen wir es schaffen die drei Quellen der größten Flüsse der Welt zu erreichen. Nil und Ganges stehen nun noch aus. Beim Nil ist die Sache etwas komplizierter als bei Amazonas und Ganges, da dieser über zwei Quellen verfügt. Eine in Äthiopien und eine in Uganda, die auf fast 5000 Meter in den Mondbergen des Ruwenzori entspringt. Starten wir also vorerst in Äthiopien.


2010 Äthiopien
Der Blaue Nil (Abay 1283 km. Länge )entspringt im Hochland Äthiopiens und durchfließt den Tana See. Die eigentliche Quelle ist nahe dem Örtchen Injibara, auf 1830 Metern Höhe, in einem heiligen Wäldchen. Die Quelle des Blauen Nil ist erreicht. Genauso wie die Stelle im Tana-See, an der der Blaue Nil seine weitere Reise bis nach Khartum beginnt, wo er sich mit dem Weißen Nil vereinigt. Um dorthin zu gelangen kam für uns nur ein Transportmittel infrage; das Schilfboot. Anders, als wir es vom Titicaca-See kennen, sind diese Boote sehr instabil und gehen mit den Wellen mit. Da es im Tana-See Nilpferde gibt, ist diese Art der Fortbewegung nicht ganz ungefährlich.




Äthiopien ist wohl eines der letzten Länder der Erde, was eine solche Vielzahl an Stämmen bietet. Eines der exotischsten Völker sind zweifellos die Mursi mit ihren Tellerlippen. Weitere Stämme; Bume, Galeb, Bodi, Surma, Hamar, Ari und Kara. Die Lebensweise dieser Menschen richtet sich noch heute nach Ritualen und Traditionen. Gerade bei den Hamar sind noch solche Zeremonien wie Bulljump, dem schmerzliche Rituale vorangehen, anzutreffen. Doch das Omo-Tal ist im Wandel. 500 Kilometer flussaufwärts wird inmitten der Wildnis ein Staudamm errichtet, um Äthiopien sowie die Nachbarländer mit Strom zu versorgen. Der Wasserspiegel im Turkanasee in Kenia kann dadurch bis zu sieben Metern fallen und auch die Überschwemmungsgebiete des Omo, die die Lebensgrundlage für die dort existierenden Völker bilden, sind bedroht. Wir waren dort, bevor es eines Tages auch am Omo aussieht, wie überall.
Darüber gerne mehr in unseren Vorträgen ab 2011.






Die stolzen Afar sind der Schrecken einer jeden Ordnungsmacht in der Region. Sie leben in Djibouti, Äthiopien und Eritrea und kümmern sich wenig um Grenzen und Staatlichkeit. Noch 19 20 war es lebensgefährlich mit den Afar in Kontakt zu geraten. Seitens Fremder sollte auch heute noch unbedingt ein Höchstmaß an Zurückhaltung als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Ebenso sollte das Eindringen in den Lebensraum der Afar sowie das Fotografieren nur nach ausdrücklicher Erlaubnis erfolgen.



Wenn du es träumen kannst, dann kannst du es auch leben. Diese Worte hat uns einmal der große Abenteurer Günther Wamser in ein Buch geschrieben. Er konnte damals nicht ahnen, was er damit angestellt hat.
Fazit ist nur, er hatte Recht.




2010 Indien
Zur Quelle des Ganges. Es gibt wohl kein Land, bei dem Spiritualität und das Leben der Menschen soweit miteinander verwurzelt sind, wie in Indien. Neben einer Vielzahl von Göttern und heiligen Tieren verehren die Hindus vor allem Naturgottheiten. Eine davon ist „Ganga“ der heilige Fluss, der sich vom Himalaja bis in den Indischen Ozean durch ganz Indien zieht. Etwa 14 Km oberhalb von „Gangontri“ lässt Gott „Shiva“ sein Haar vom Himmel und „Ganga“ betritt in unzähligen Bächen und Rinnsalen die Erde. Die entfernteste und abgelegenste Quelle ist „Gaumukh“.
„Varansi“ ist wohl die indischste Stadt Indiens. Ein Gemisch aus bunten Jogis, alten Häusern und Überbevölkerung . Tag und Nacht rauchen die Scheiterhaufen und riesige Wasserbüffel kommen dem Besucher in winzigen Gassen, zwischen Müll und Ratten entgegen. Aber gerade das macht den Reiz dieser Stadt aus. Hier nehmen die Pilger jeden Morgen das „Reinigend Bad“ im Ganges. Wir haben versucht, mit dem Wasser möglichst nicht in Berührung zu kommen. Warum, wird jeder Indienreisende verstehen und ich möchte mir hier weitere Bilder und Kommentare ersparen. Wer Indien bereisen will, der sollte sich auf dieses Land einlassen, wie es derzeit noch ist.

2011 Yanomami Indianer
Im Dezember 2010 bekam ich den lang ersehnten Anruf von meinem Freund Axel Kelemen in Venezuela. Er hatte alle Genehmigungen für die Yanomami-Expedition zusammen. Die geplante Reise nach Uganda sagte ich kurzer Hand ab. Nach fast 5 Jahren Vorbereitung flog ich nun wieder nach Venezuela.
Die Yanomami sind eines der letzten indigenen Urwaldvölker. Sie leben in Venezuela und Brasilien, betreiben immer noch Frauenraub und führen Kriege. Sie gelten als die letzten Endokanibalen. Das bedeutet, nach dem Tod wird der Leichnam verbrannt und die Asche mit Bananenbrei vermischt gegessen. Tage davor kommen die anderen Dörfer zu Besuch. Die Frauen werden bemalt, es wird getanzt und man nimmt Jopo. Eine Droge, die mit einem Rohr direkt durch die Nase geblasen wird.




